Geölter Parkettboden verbreitet Natürlichkeit und Behaglichkeit - mit anderen Worten Wohlfühl-Atmosphäre. Doch im Vergleich zu anderen Belägen hat geöltes Parkett auch Nachteile, die Sie vor dem Kauf bedenken sollten, vor allem seine erhöhte Pflegebedürftigkeit. Doch wenn Sie einige Tipps beachten, ist die Pflege von geöltem Parkett kein Problem.

Bei einem Lackboden liegt der Lack wie eine schützende Haut auf der Oberfläche und verhindert so das Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz. Anders funktioniert der Schutzmechanismus bei geöltem Parkett: Beim Ölen dringt das Öl tief in die Poren des Holzes ein und füllt diese auf. Sind die Poren mit Öl gefüllt, schließen Sie sich. Erst dann ist gewährleistet, dass Wasser und Schmutz nicht in das Parkett eindringen können.

Optimal vorbereiten

Geölter Parkettboden, der frisch ab Werk geliefert wird, benötigt eine besondere Behandlung. Denn in der Regel ist er nur zu etwa 80 Prozent von Öl durchdrungen und ein Teil seiner Poren noch geöffnet. Nach dem Verlegen sollte dieser Boden deshalb zunächst gereinigt werden. Danach müssen Sie ihn mit einem sogenannten Finish-Öl behandeln. Erst danach ist der Boden optimal vorbereitet.

Wenn Sie geölten Parkettboden wischen, entfernen Sie jedesmal etwas Öl aus dem Holz. Darum muss ein naturgeölter Boden regelmäßig gepflegt und dabei geölt werden. Für das Nachölen des Bodens haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Entweder sie geben jeweils eine kleine Menge Öl ins Wischwasser und tragens es so beim Wischen auf. Oder aber sie tragen das Öl nach jeweils einem halben Jahr pur auf die Laufzone des Parkettbodens auf.

Egal, welche Methode Sie wählen, geöltes Parkett braucht regelmäßige Pflege. Die Poren des Holzes müssen stets mit Öl gefüllt bleiben, ansonsten dringt Schmutz ein und der Boden vergraut.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Hier für Ihre Kaufentscheidung die Vor- und Nachteile von geöltem Boden auf einen Blick:

Vorteile

  • Natürlichkeit
  • teilweise reparierbar

Nachteile

  • erhöhter Pflegebedarf
  • ständiges Ölen erforderlich

2 Gedanken zu „Geöltes Parkett: Vor- und Nachteile“

  • Eberhard Böttger
    Eberhard Böttger 17.03.2018 um 12:47

    Ich habe das Video gesehen im Bezug auf geöltes Parkett. Mein Boden ist leider grau geworden, weil ich die richtige Pflege nicht kannte. Bekomme ich den grauschleier wieder weg? Und welches Pflegemittel benötige ich hierzu. Danke für ihren Rat im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Eberhard Böttger

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    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau 26.03.2018 um 12:44

      Guten Tag Herr Böttger, Ihnen geht es wie vielen mit geöltem Parkettboden. Es bildet sich vor allem in Laufstraßen ganz natürlich ein Grauschleier aufgrund von Schmutzeintrag. Diese Verunreinigungen dringen in die Holzoberfläche und die Holzstruktur ein. Das Holz ist ja offenporig. Deshalb können Sie auch mit nebelfeuchtem Wischen das Holz nicht sauber bekommen. Öl sättigt zwar die obere Holzschicht, schützt sie aber nicht vor Verunreinigung wie ein Lack.

      In diesem Video zeigen wir Ihnen beispielhaft, wie Sie starke Verschmutzungen wieder aus dem Parkett herausbekommen. Mit dieser Art Grundreinigung eines geölten Parketts bekommen Sie nicht nur die oberflächlichen Verschmutzungen wieder raus. Alle Öl- und Wachsanteile lösen sich und Sie erhalten damit die Rohholz-Oberfläche. Deshalb ist nach der Behandlung des Parketts mit einem Grundreiniger unbedingt eine anschließende Nachpflege notwendig.

      Nutzen Sie unseren Service, falls Sie weitere Fragen haben.
      Ihr planeo-Team

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