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Gartensauna-Belüftung: Was gibt es zu beachten?

Kommen in geschlossenen Räumen Feuchtigkeit, hohe Temperaturen oder gravierende Temperaturwechsel zugleich vor, bildet sich nach den Gesetzen der Physik ein Kondensat. Dabei ist das Wasser nicht nur für uns Menschen das Lebenselixier - auch Schimmelpilze erfreuen sich daran. Deshalb müssen derartige Räume sehr gut belüftet sein, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilen und der Raum austrocknen kann. Nur so lässt sich die Bildung von Schimmelpilzen sicher verhindern. Deshalb ist es absolut notwendig, in einer Sauna eine geeignete Belüftung zu installieren. Was dabei zu beachten gilt, ist das Thema dieses Artikels.

   

Die Belüftung in der Gartensauna reguliert den Sauerstoffgehalt der Luft      

Wer einen Kubikmeter kalter und einen mit warmer Luft unter die Lupe nimmt, der wird einen gravierenden Unterschied feststellen. Kalte Luft enthält deutlich mehr Sauerstoff, als es bei warmer Luft üblich ist. Der Grund dafür ist, dass kalte Luft eine messbar höhere Dichte aufweist. Deshalb nehmen wir beim Einatmen kalter Luft rund zehn Prozent mehr Sauerstoff auf, als es bei erwärmter Luft möglich ist.

In einer Sauna herrschen extrem hohe Temperaturen. Deshalb dehnt sich die Luft derart aus, dass ohne eine Belüftung der Sauerstoff in dem gut isolierten Raum schnell knapp wird. Zumal durch die Atmung immer mehr Sauerstoff verbraucht wird. Im Extremfall kann ein akuter Sauerstoffmangel entstehen, die sogenannte Hypoxämie. Dabei wird von der Lunge nicht mehr ausreichend Sauerstoff bereitgestellt, sodass die Sättigung des Blutes mit dem Atemgas unterbleibt. Die Folgen eines akuten Sauerstoffmangels können sein:

  • Kurzatmigkeit, bereits im Sitzen oder bei geringer Belastung,
  • unwillkürliches Zittern,
  • Schmerzen in der Brust,
  • vermehrte, zumeist kalte Schweißausbrüche,
  • das wechselweise Gefühl von Hitze- und Kälteschauern,
  • Halluzinationen,
  • Bewusstlosigkeit.

Gartensauna-Belüftung fördert die gleichmäßige Verteilung der heißen Luft

Bei einer Sauna ohne Belüftung kommt es zu einem Wärmestau. Das gilt auch für eine Tonnensauna wie das Saunafass Basic 330, welches wegen der runden Dachform für seine exzellente Luftzirkulation bekannt ist. Selbst diese architektonische Finesse hilft nicht, wenn die Belüftung in der Gartensauna fehlt. In der Folge saunieren Sie mit kalten Füßen, während sich Ihr Kopf überhitzen kann.

Grund dafür ist, dass die heiße Luft immer aufsteigt, während die Kaltluft in Bodennähe verbleibt. Erst durch eine Belüftung kommt es zur Zirkulation, sodass sich die heiße Luft gleichmäßig im Saunaraum verteilen kann. Dann können Sie in einer gleichmäßig wohlig warmen Sauna und im sanften Licht der planeo Saunafass LED-Beleuchtung für Basic & de luxe richtig entspannen.

Sie können zudem die Luftzirkulation beschleunigen. Mit dem Eimer und der Schöpfkelle aus dem planeo Saunaset machen Sie einen Aufguss. Die quasi schlagartig aufsteigende Wolke von Wasserdampf verstärkt den Zirkulationseffekt und sorgt zugleich dafür, dass die Luft in der Gartensauna mit reichlich frischem Sauerstoff angereichert wird.


Sauna als idealer Ort zum Entspannen

Die Belüftung sorgt für eine lange Lebensdauer der Gartensauna 

Ohne eine Belüftung bilden sich in der Sauna Luftschichten. Kalt in Fußbodennähe, warm in der Mitte und extrem heiß unter dem Dach; so schichtet sich die Luft auf. Durch das Schwitzen und den Aufguss mit der Schöpfkelle aus massivem Holz, wird der Raumluft reichlich Wasser zugeführt. Diese Menge ist zu groß, als dass die heiße Raumluft sie tragen könnte. Die Feuchtigkeit fällt nach unten, es kommt zur Kondensation. Dementsprechend sammelt sich das Gemisch aus Schweiß und Wasser in Bodennähe an, in der kalten Luftschicht.

Durch die im Kondensat enthaltenen Bakterien kommt es zur Bildung unangenehmer Gerüche, von faulig bis säuerlich. Außerdem können bereits binnen 24 Stunden Schimmelpilze entstehen, die das Holz befallen oder sich hinter der Saunawand drastisch vermehren. Charakteristisch hierfür ist ein stark muffiger Geruch. Da Schimmelpilze hochgiftige Sporen an die Umgebungsluft abgeben, müssen zur Beseitigung umfangreiche Sanierungsmaßnahmen unter Atemschutz durchgeführt werden.



Die Belüftungssysteme in einer Gartensauna  

Es gibt generell zwei unterschiedliche Methoden, eine Sauna ausreichend zu belüften. Es steht Ihnen eine technische Lösung zur Auswahl und die traditionelle Methode, die sich simple physikalische Grundsätze zunutze macht. Die beiden Verfahren unterscheiden sich zudem durch die Platzierung der Zugluft und der Abluft.

Gartensauna-Belüftung mit Zwangslüftung

Eine Sauna mit einem Ventilator zur Belüftung ist gelegentlich dann erforderlich, wenn der Temperaturunterschied zwischen der Luft außerhalb und innerhalb der Sauna nicht groß genug ist. Das kommt mitunter vor, wenn eine Innensauna aufgebaut wird. Außerdem dann, wenn eine Sauna in einem Land mit einem heißen Klima genutzt wird. So findet sich beispielsweise in nahezu jeder Sauna in den Luxushotels der Vereinigten Arabischen Emirate eine Zwangslüftung. Am Persischen Golf sind im Sommer Tagestemperaturen von deutlich über 40 Grad Celsius die Regel.

Bei der Zwangsentlüftung fördert ein Ventilator Frischluft von außen in den Saunaraum. Dazu ist ein Wanddurchbruch in der Größe des Ventilators notwendig. Dieser wird entweder direkt über dem Saunaofen installiert oder etwas darüber, nahe der Decke des Saunaraums.

Bei der Installation direkt über dem Saunaofen verteilt die einströmende Frischluft den Wasserdampf gleichmäßig, aber in einem Stoß, sobald Sie mit der Schöpfkelle einen Aufguss vornehmen. Manche Saunaliebhaber mögen es nicht, wenn sie von einer heißen Dampfwolke ganz eingehüllt werden. Deshalb ist es alternativ möglich und gängig, den Ventilator etwas höher anzubringen. So wird eine sanftere Dampfverteilung erreicht.

Bei der Zwangsbelüftung werden zwei Abluftkanäle benötigt. Eine Abluft sollte gegenüber der Zugluft mit dem Ventilator platziert werden, aber unmittelbar über Fußbodenniveau. Durch diese Konstruktionsweise wird der Energieverlust sehr geringgehalten und es findet trotzdem eine ausreichende Luftzirkulation mit genügend Zufuhr von Sauerstoff statt.

Die zweite Abluftöffnung wird unmittelbar unter der Decke des Saunaraums installiert. Diese Abluft bleibt während des Saunabetriebs geschlossen. Erst wenn Sie Ihr Saunabad beendet haben, öffnen Sie diese Abluft, damit die feuchtheiße Luft vollständig entweichen kann. So beugen Sie der Bildung von Schimmelpilzen vor.   Der Durchmesser der Zugluft wird von den Abmessungen des Ventilators vorgegeben. Die beiden Abluftkanäle sollten keinesfalls größer sein.

Die Vorteile bei der Zwangslüftung mit einem elektrisch betriebenen Ventilator in einer Sauna:

  • Es wird eine gleichmäßige Wärmeverteilung erreicht, die bei allen Bänken nahezu gleich ist.
  • Eine Sauna kann an Orten installiert werden, an denen die Temperaturdifferenz zwischen der Außenluft und der Luft in der Sauna normalerweise zu gering ist, um eine physikalische Luftzirkulation in ausreichender Menge sicherzustellen.

Allerdings hat dieses System auch Nachteile:

  • Durch den Ventilator werden zusätzliche Energiekosten verursacht.
  • Nicht alle Saunaöfen sind für den Einsatz in Saunen mit Zwangslüftung geeignet. Dies gilt für einige elektrisch betriebene Öfen, aber insbesondere für die mit Holz befeuerten Saunaöfen.

Dazu gehört beispielsweise der Bioofen mit externer Steuerung und 9 kW-Leistung, der für alle Saunahäuser sowie Saunafässer mit einem Durchmesser von 205 bis 330 Zentimeter konzipiert wurde.

Gartensauna mit traditioneller Belüftung aus physikalischer Sicht

Die traditionelle Saunabelüftung nutzt die Naturgesetze. Warme Luft steigt auf, so auch in der Sauna. Deshalb wird ein Lufteinlass dicht am Boden direkt hinter dem Saunaofen angelegt. Der Luftaustritt wird direkt gegenüber, nahe der Raumdecke, platziert. Die Durchmesser der Kanäle für die Zu- und Abluft hängen vom Raumvolumen ab und sollten individuell berechnet werden.

Die Vorteile einer traditionellen Saunabelüftung:

  • Die Luft zirkuliert und der Sauerstoff wird reichlich zugeführt, ohne dass hierfür zusätzliche Energie verbraucht wird.
  • Es entsteht ein mehrstufiges Saunaklima mit moderaten Temperaturen im unteren Bereich und heißen Bedingungen in den oberen Luftschichten. So können Saunaliebhaber miteinander das Saunabad genießen, auch wenn sie unterschiedliche Temperaturen bevorzugen. Zudem ist es möglich, den ersten Saunagang des Tages langsam anzugehen und sich erst beim zweiten oder dritten Gang der großen Hitze auszusetzen. Aus diesem Grund werden in einer traditionellen Gartensauna die Saunabänke stufig angeordnet.
  • Eine traditionell belüftete Sauna ist jederzeit trocken, schimmelt nicht und erzeugt keine fauligen Gerüche. Das Aroma des Holzes dominiert. 
  • Es ist keine zusätzliche Stromleitung für den Ventilator notwendig.

Die Nachteile bei einer traditionellen Belüftung in der Sauna:

  • Die Temperaturen sind in der Sauna nicht überall gleich hoch, sodass ein stufenweises Saunaklima entsteht.



Zusätzliche Gartensauna-Belüftung über die Saunatür

Mitunter kann es notwendig werden, die Sauna zusätzlich durch das Öffnen der Tür zu belüften. Ein solcher Fall ist gegeben, wenn Sie an einem besonders heißen Sommertag Ihrem Saunavergnügen nachgehen wollen. Indem Sie die Saunatür zur Entlüftung öffnen, können Sie außerdem das Austrocknen der Sauna nach dem Saunaspaß beschleunigen. Dazu ist es notwendig, eine in ihrer Funktion einwandfreie Saunatür einzubauen.

Es werden zwar auch Saunatüren aus Metall angeboten, doch ist die Gefahr, sich an dem erhitzten Metall eine Verbrennung zuzuziehen, viel zu hoch. In einer modernen Sauna werden generell Türen aus Holz, aus Glas oder aus einer Kombination beider Materialien verbaut. Grund dafür ist, dass Glas und Holz eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen und somit den Wärmeverlust extrem geringhalten.

Für alle Arten von Saunatüren gilt, dass der Türgriff auf beiden Seiten aus Holz gefertigt sein soll. Metall heizt sich auf und kann zu schmerzhaften Verbrennungen führen. Kunststoffarmaturen sind generell ungeeignet, weil diese in der Hitze einer finnischen Gartensauna schmelzen können oder nach kurzer Zeit brüchig werden. Die Türscharniere dürfen aus Metall hergestellt sein, denn sie werden bei regelmäßigen Saunagängen nicht berührt.

Generell ist zu bedenken, dass sich jedes Bauwerk aus Holz mit der Zeit setzt, auch eine Gartensauna. Das Setzungsverhalten von Holz ist ein natürlicher Prozess und kann höchst unterschiedlich verlaufen. Wichtig ist beim Einbau von Saunatüren und Fenstern, dass diese passen und gut sowie dicht schließen. Sollte durch die Setzung des Holzes eine Veränderung eintreten, kann eine Tür mit einem Hobel nachbearbeitet werden, damit ein Schließen ohne Klemmen möglich ist.

Saunatüren aus Holz

Es ist üblich, für die Saunatür das gleiche Holz zu verwenden wie für die Inneneinrichtung der Sauna. Haben Sie sich für die gewölbte Kopfstütze von planeo und Saunabänke aus Erle entschieden, ist es optisch vorteilhaft, auch eine Saunatür aus Erlenholz zu wählen. Mögliche Alternativen sind:

  • die angenehm duftende Nordische Fichte,
  • die kanadische Hemlock-Tanne, deren Holz besonders hell und weich ist,
  • Abachi für ein exotischeres Ambiente
  • oder das robuste Zedernholz.

Hölzerne Saunatüren können auf einfache Weise nachgearbeitet werden, sollte die Tür durch das Setzen des Saunaholzes plötzlich klemmen oder nicht mehr absolut dicht schließen.


Eine eigene Gartensauna dient als private Erholungsoase

Gläserne Saunatüren

Diese Türen für die Sauna werden aus hitzefestem Glas hergestellt, welches für gewöhnlich eine Stärke von mindestens 8 Millimetern aufweist. Glas schafft einen besonders stylischen Kontrast zu dem Holz, aus dem eine Sauna zwangsläufig besteht. Überdies hat eine Glastür den Vorteil, dass reichlich Licht in den Saunaraum dringen kann, was tagsüber die elektrische Beleuchtung einsparen kann.

Wichtig ist, dass eine Glastür absolut spannungsfrei in die Sauna eingebaut wird. Schließlich muss das Glas signifikante Temperaturunterschiede aushalten können. Die Innenseite ist den hohen Temperaturen in der Sauna ausgesetzt, während die Außenseite mit der Umgebungstemperatur konfrontiert wird, auch in einem frostigen Winter.

Soll die Saunatür zugleich Außentür sein, bietet es sich an, eine getönte, mattierte oder geätzte Variante zu wählen. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine verspiegelte Glastür in die Sauna einzubauen.

Saunafenster für die Gartensauna

Für Saunafenster gilt übertragen, was auch für Glastüren gültig ist. Wichtig beim Einbau von Fenstern in eine Sauna ist, dass diese nicht direkt hinter oder neben dem Saunaofen platziert werden. Es besteht ansonsten die Gefahr, dass das Glas reißt, wenn Sie mit dem planeo Saunazubehör einen Aufguss machen.

Auch das Setzungsverhalten des Holzes kann mitunter eine Glasscheibe unter Spannung setzen. Deshalb werden Saunafenster mit etwas Spielraum in ihren Rahmen eingebaut. Ein elastisches Vorlegeband sorgt für Dichtigkeit und dafür, dass das Glas nicht unter Spannung geraten kann.

Eine oft gestellte Frage ist, ob ein Saunafenster geöffnet werden kann. Es spricht nichts dagegen, es ist aber generell unnötig. Während des Saunagangs wird ein Fenster keinesfalls geöffnet. Das passiert höchstens, um nach dem Saunieren die Sauna innen gut zu durchlüften. Dafür sind aber bereits die Belüftung und die Saunatür vorhanden, weshalb die Fenster fest verbaut werden können.

Soll die Sauna in Zweitverwendung als behelfsmäßige Gästeunterkunft dienen, macht es allerdings Sinn, ein Fenster mit Öffnungsmechanismus einzubauen.

Ein Luxus, der noch ein zusätzliches Ambiente in Ihrer Sauna schafft, ist ein Halbrundglas für die Rückwand eines Saunafasses, vielleicht für das Saunafass 280 de Luxe. Dieses außergewöhnliche Fenster beschert Ihnen eine Panoramaaussicht, lässt reichlich Sonne in die Sauna ein und ist zudem ein Ausdruck von Eleganz und Stil.

Eine eigene Gartensauna dient als private Erholungsoase
Eine eigene Gartensauna dient als private Erholungsoase

Schlusspunkt zum Thema Gartensauna-Belüftung

Jede Sauna benötigt eine fachgerecht installierte Belüftung. Zwangslüftungen werden vorwiegend bei Innensaunen verwendet oder wenn die Umgebungstemperatur hoch ist, wie in tropischen Ländern. Als vorteilhaft erweist sich die gleichmäßige Wärmeverteilung im Saunaraum, nachteilig wirken sich die zusätzlichen Energiekosten aus.

Traditionell wird in einer Sauna eine Belüftung verwendet, bei der die aufsteigende Heißluft selbstständig durch einen Abluftkanal entweicht. In der Folge strömt frische, sauerstoffreiche Luft durch den Zuluftkanal nach. So wird ein mehrstufiges Saunaklima erzeugt, weshalb die Liegebänke in einer Sauna terrassenförmig angeordnet sind.

Hilfe bei Fragen rund um das Thema Gartensauna und Saunabelüftung

Haben Sie noch offene Fragen? Dann schreiben Sie uns einfach in den Kommentaren. Wir antworten Ihnen immer, gerne und schnell! Sie erreichen uns selbstverständlich auch telefonisch unter der Nummer 0 52 22 / 960 48-0.

Ihr planeo-Team



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