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Wie prüfe ich den Untergrund vor der Verlegung?

Ein neuer Bodenbelag soll in einem Raum verlegt werden. Bevor mit der Verlegearbeit begonnen wird, ist es wichtig, den Untergrund zu prüfen. In unserem Fallbeispiel handelt es sich um einen Estrich. Wir möchten Ihnen einmal demonstrieren, was die Normen aussagen. Worauf ist zu achten? Welche Toleranzen sind einzuhalten? Wir geben Auskunft.

Mit Richtscheit und Prüfkeil

Es gilt zu ermitteln, welche Unebenheiten oder Wellen sich gegebenenfalls im Estrich befinden. Mit Hilfe eines Richtscheits und eines kleinen Prüfmaterials lässt sich das recht einfach machen. Wird ein Fußboden verlegt, ohne dass der Untergrund vorher geprüft wurde, kann es später zu Komplikationen kommen. Es besteht die Gefahr, dass es in Laufzonen zu Bewegungen des Bodens kommt. Es kann durchaus passieren, dass sich beispielsweise die Fugen öffnen.

Toleranzen und Garantien

Im Reklamationsfall ist die Untergrundprüfung ein wichtiger Aspekt. Kommt z. B. ein Hersteller ins Haus und prüft den Boden besteht kein Garantieanspruch, wenn der Untergrund im Vorfeld nicht geprüft wurde. Deshalb empfehlen wir Ihnen ausdrücklich, sich auf jeden Fall die 5 Minuten Zeit für diese Vorbereitung zu nehmen.

Prüfen Sie mit dem Richtscheit die Ebenheit bzw. Unebenheit des Untergrundes an verschiedenen Stellen. Als Faustregeln gelten:

  • ab 1 m Länge darf der Höhenunterschied nicht mehr als 3 mm betragen
  • bei 2 m dürfen maximal 6 mm ermittelt werden

Wie findet man diese Details nun im Einzelnen heraus? Unsere Empfehlung für die Untergrundprüfung: Richtscheit und Prüfkeil. Legen Sie zuerst das Richtscheit auf den Boden und kippen es leicht. Dann kann man deutlich sehen, an welchen Stellen Licht unter dem Scheit hindurchfällt. Dort wo kein Licht zu sehen ist, liegt das Richtscheit direkt auf dem Untergrund auf. In den Bereichen, an denen Licht zu erkennen ist, können Sie mit einem Prüfmaterial zusätzlich feststellen, wie viele Millimeter Unterschied hier vorliegen. Sprich: wie tief die Wellen im Boden sind.

Unebenheiten genau ermitteln

Ist der Untergrund an verschiedenen Stellen geprüft, weiß man ganz genau, wo die Unebenheiten liegen. Arbeiten Sie von den Wänden ausgehend zur Mitte der Fläche. Prüfen Sie mit dem Richtscheit an verschiedenen Positionen.

Man könnte das Ganze natürlich auch per Augenmaß vornehmen. Die Untergrundprüfung mit einem langen Metalllineal bringt allerdings den nötigen Aufschluss, wie die Bodenbeschaffenheit tatsächlich ist. Das Richtscheit macht die eventuell hohl liegenden Bereiche sichtbar. Schiebt man das Prüfmaterial darunter, lässt sich zudem der genaue Wert ermitteln.

Aus dem ermittelten Messabstand zwischen 2 Auflagepunkten ergibt sich das Nennmaß (siehe Skizze).

Den üblichen Richtwert im Toleranzbereich haben wir bereits genannt: 3 Millimeter auf einer Strecke von 1 Meter. In unserem Fallbeispiel ermitteln wir einen Wert von ca. 2,5 mm. Der Untergrund kann also so belegt werden, wie er ist. Es ist nicht notwendig, hier mit einer Vergussmasse zu arbeiten.

Untergrundprüfung sichert die Garantie

Wir haben Ihnen gezeigt, wie einfach es ist, Unebenheiten im Untergrund zu ermitteln. Es wurde an verschiedenen Stellen im Raum gemessen und ermittelt, wo Bodenwellen vorhanden sind. Dabei stellten wir fest, dass der Toleranzbereich von 3 mm nicht überschritten wurde. Der neue Bodenbelag kann hier ohne weitere Untergrundvorbereitung verlegt werden.

Würden wir allerdings herausfinden, dass größere Wellen oder Buckel vorhanden sind, müssten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden:

  • eine Vergussmasse aufziehen
  • oder Wellen partiell abschleifen

Welche Vorkehrungen im Einzelnen zu treffen sind muss individuell betrachtet werden. Fakt ist es jedoch, dass ohne vorherige Untergrundprüfung kein Bodenbelag verlegt werden sollte. Wie Sie eine solche Prüfung vornehmen, haben wir Ihnen in unserem Beispiel gezeigt. Der klare Vorteil liegt auf der Hand. Wenn Sie geprüft haben und die Werte im Toleranzbereich liegen, ist die Garantie vom Hersteller gesichert.

Das gilt für jeden Bodenbelag

Diese Vorgehensweise gilt grundsätzlich. Ganz egal, ob wir über einen Belag

  • mit Klick-System
  • oder eine Klebe-Variante sprechen
  • ob Fliesen, Parkett, Laminat, Vinyl
  • oder Korkböden verlegt werden.

Sind alle Werte innerhalb der Toleranzen, liegt der Fußboden ordnungsgemäß und Sie werden lange Ihre Freude daran haben. Gerne helfen wir Ihnen bei Ihrem nächsten Boden-Projekt
Ihr Team von Planeo

 

30 Gedanken zu „Wie prüfe ich den Untergrund vor der Verlegung?“

  • Jutta Keil
    Jutta Keil Montag, 5.03.2018 um 17:05

    Woher bekomme ich diesen Prüfkeil?

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Donnerstag, 8.03.2018 um 12:48

      Hallo, den Prüfkeil finden Sie im gut sortierten Werkzeughandel oder Fachmarkt. Sie können diese auch unter dem Begriff Messkeil finden.
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Sharif
    Sharif Samstag, 21.04.2018 um 16:47

    Danke für diesen Tipp ich werd mein bestes versuchen sollte es alles nichts bringen Reiß ich den kompletten Boden wider raus und meld mich bei euch

    Sehr tolle Videos ?

    Antworten
  • Linxing
    Linxing Dienstag, 26.06.2018 um 2:02

    hallo, ich habe einen neuen Bau mit Fussbodenheizing. ich werde die Parkett schwimmen auf Estrich legen. soll ich den Estrich anschleifen oder abschleifen. Die unebenheit des Estrichs ist 2-4mm, mit 1m Wassewaage gemessen. wenn abschleifen ist benötigt, welche Machine soll ich nutzen? Estrich Schleifmachine mit Diamonf Scheibe? oder reicht anschleifmachine mit Schleifpapier? Dankschön!

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Dienstag, 26.06.2018 um 18:27

      Hallo, danke für die Nachfrage nach der nötigen Ebenheit des Estrichs für Parkett. Auf einen Meter sollen Sie nicht mehr als 3mm Unterschied haben. Deshalb sind Sie hier mit 4mm wirklich an der Grenze. Leichte Unebenheiten können Sie mit einem einfachen Schleifteller beseitigen. Evtl. ist aber auch Spachteln einfacher. Probleme können bei intensiver Nutzung durch die mögliche Bewegung in der Klickverbindung entstehen. Dramatisch sind 4 mm aber nicht. Je besser Sie Unebenheiten ausgleichen können, desto besser das Ergebnis und Ihre Freude am Parkett.
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Mechehrawi mohamed
    Mechehrawi mohamed Dienstag, 27.11.2018 um 10:30

    Was für eine Tiefe muss ich haben um eine Fußboden Heizung zu verliegen

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Dienstag, 27.11.2018 um 18:16

      Hallo. Eine klassische wassergeführte Fußbodenheizung benötigt ca. 4-6cm Estrichaufbau. Elektrische Systeme sind da erheblich dünner. Wenn Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich bei uns.
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Benjamin Herb
    Benjamin Herb Freitag, 5.04.2019 um 23:21

    Guten Tag, gelten die 3mm Toleranz in alle Richtungen oder nur im Verlegerichtung?

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Montag, 8.04.2019 um 10:59

      Guten Tag,
      ja, die Toleranzen gelten in alle Richtungen. Die Verlegerichtung ist zwar in der Praxis durchaus relevant, aber unterschieden wird hier nur in allgemeine Toleranzen und die mit erhöhten Anforderungen.

      Antworten
  • RHac
    RHac Freitag, 26.04.2019 um 16:42

    Hallo Planeo,

    der neue eingebrachte Fließestrich ist bei mir absolut eben. Gemessen mit einer 3m-Latte ohne durchscheinendes Licht. Die Sinter-Schicht wurde abgeschliffen. Daher meine Frage: Braucht der Estrich troztdem noch irgendeine Vorbehandlung, z.B. eine Grundierung oder kann ich das Klebevinyl direkt auf den Estrich aufbringen?

    Danke für die Rückantwort.

    Viele Grüße

    Roland H.

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Montag, 29.04.2019 um 17:51

      Hallo Roland,

      das mit der Ebenheit des neuen Estrichs klingt gut. Es verleitet definitiv dazu, sich das Spachteln auf Fließestrich zu ersparen, vor allem nachdem auch die Sinterschicht abgeschliffen ist.
      Trotzdem können wir aus fachlicher Sicht nur empfehlen, die Fläche zu Spachteln und nicht einfach auf den Estrich zu kleben und direkt als Untergrund zu verwenden.
      Auch wenn es nun etwas mehr Aufwand am Anfang bedeutet. Denn die Ebenheit alleine reicht nicht aus, das der Untergrund für die Verklebung von Vinylboden verlegereif ist.
      Hier finden Sie noch mehr Infos zum Thema Vinylboden kleben.

      Es kann zwar sein, das die Verklebung auch auf Estrich einigermaßen gut funktioniert. Sollte es aber schief gehen, steht Ihnen niemand zur Seite. Schief gehen heißt z.B: Der Kleber bindet nicht in der vorgegebenen Zeit oder sehr ungleichmäßig ab. Es kommt zu einem ungleichmäßigen Verlegebild. Das Wasser wird nicht gebunden, wie das die Spachtelmasse tut. Dadurch verbleibt Restfeuchte im Estrich, die wiederum zu Blasenbildung unter dem Belag führen kann. Auch ungleichmäßige Abbindezeiten können zu ungleichmäßig Festigkeiten führen. Es gibt verschiedene Dinge, die passieren können, Ihnen aber niemand voraussagen kann.

      Dann werden alle beteiligten Lieferanten gleichlautend sagen: Warum haben Sie denn nicht gespachtelt? Das ist doch Stand der Technik.

      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Yana Laube
    Yana Laube Sonntag, 26.05.2019 um 4:24

    Hallo, wir haben einen Teppichboden rausgerissen. Der Teppich lag auf Vlies und der Kleber haftet partiell am Boden. Er hat noch leicht klebende Eigenschaften, ist aber flacher als 2 bis 3 mm auf einen Meter. Kann trotzdem Klick Vinyl darauf verlegt werden?

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Samstag, 1.06.2019 um 13:38

      Hallo Yana Laube,

      beim Rausreißen des alten Teppich findet man meistens einen partiell ausgefransten Untergrund vor.
      Der hat in der Regel keine gleichmäßig lange Wellen, sondern immer so kleine "Krater" oder "Felder".
      Die sind zwar flach und tragen nicht so viel auf.
      Sie können aber auf Dauer dennoch beim Klick-Vinyl sichtbar werden, da dieser elastisch ist.

      Entweder verwenden Sie hier einen starren Rigid Vinyl, der sich dem Untergrund nicht anpasst.
      Oder Sie schaben die Kleberreste weg, bzw. lösen die Kleberreste ab, wie wir in diesem Video zeigen.
      Alternativ können Sie auch die Fläche überspachteln, was sicher die beste Lösung wäre.

      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Heiko Lemke
    Heiko Lemke Montag, 16.12.2019 um 0:04

    Hallo Planeo-Team, wie vermesse ich einen "Berg/Knick" in Zimmermitte, kurzum n konvexer Boden, bezüglich der 3mm/1m Toleranz? Balanciere ich ne 2m Latte darauf und schaue, ob die Enden nicht mehr als 2-3mm in der Luft hängen? Schon mal n Dankeschön :)

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Montag, 16.12.2019 um 11:57

      Hallo Heiko Lemke,
      egal ob Hügel oder Mulde, Berg oder Tal. Die Ebenheit messen Sie mit einer mindestens 1 Meter langen Messlatte und einem Messkeil. Je länger die Latte, desto aussagekräftiger können Sie Ebenheit im Raum beurteilen. Bei einem "Berg" verhält es sich im Grunde wie bei einem Tal. Entweder lässt sich die Unebenheit innerhalb des Messbereichs als Mulde oder eben am Rand messen. Für die auf den Untergrund gelegte Latte gilt daher der Wert aus der Tabelle, welche Art von Unebenheit auch immer sich bei Ihnen auftut.
      Messen durch Balancieren auf einer "Bergspitze" ist schwierig zu bewerkstelligen. Sollten Sie eine stark ausgeprägte Spitze vorfinden, markieren Sie sie, schleifen ab und messen wieder nach.
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Marlene
    Marlene Mittwoch, 1.04.2020 um 2:00

    Guten Abend,
    Ich habe in meiner Mietwohnung ein ganz alten „Plastikboden“ der wurde auf dem Holzboden der Wohnung gelegt oder geklebt.
    Wenn man drüber läuft bewegt sich der Boden ein bisschen.
    Kann ich da Klebevinyl oder Vinylboden lose verwenden?
    Freundliche Grüsse

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Mittwoch, 1.04.2020 um 11:20

      Guten Tag Marlene,

      wenn Ihr "Plastikboden" fest und eben ist, sind wichtige Voraussetzungen erfüllt, dass Sie einen weiteren schwimmenden Boden auflegen können.
      Was die Bewegungen betrifft, sollten Sie prüfen, ob es sich um die normalen Schwingungen eines Holzbodens handelt oder gibt der Boden stellenweise nach.
      In diesem Fall sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen. Das kann bedeuten, einzelne Holzdielen zu tauschen oder zu befestigen.

      Ansonsten können Sie auch auf Ihren Untergrund einen schwimmenden Boden verlegen.
      Da Sie bereits einen "Plastikboden" haben, sollten Sie Vinyl nicht direkt auf den Untergrund verlegen,
      sondern entkoppelt. Das heißt, mit einer Dämmung. Ideal ist hier z.B. Klebevinyl auf Dämmung, siehe Video.

      Auswahl Klebevinyl

      Dämmung silent stick


      Bestellen Sie sich gerne auch vorab Muster online.

      Ihr Planeo

      Antworten
  • Dennis Bönke
    Dennis Bönke Mittwoch, 25.08.2021 um 8:16

    Guten Morgen, wir haben im Neubau Estrich verlegt bekommen. Ich habe mit dem Richtscheit und dem Messkeil geprüft und bin immer innerhalb der Tolleranz gewesen. Kann ich den Boden nun einmal anschleifen und grundieren und dann den Klebevinyl verlegen ?

    Antworten
    • André Maack
      André Maack Mittwoch, 25.08.2021 um 10:58

      Guten Morgen Dennis Bönke,
      bei einem Zementestrich empfehlen wir Euch, den Estrich zu grundieren und spachteln. Euer Kleberverbrauch kann sonst enorm sein. Das sorgt für Mehrkosten und für ein späteres Entfernen des Bodens wird es umso schwerer. Zudem schafft eine Nivelliermasse ein wesentlich glatteren Untergrund und Ihr verhindert, dass Euer Estrich mit der Zeit anfängt zu sanden.

      Ein Anhydritestrich ist von seiner Oberfläche sehr glatt und kann für die direkte Verlegung geeignet sein. Aber bitte nur den Estrich schleifen und nicht grundieren. Die Grundierung wirkt in diesem Falle kontraproduktiv und ist auch vom Hersteller nicht empfohlen.

      Ruft uns gerne an unter 05222 960 4810 oder schreibt uns an info@planeo.de und wir beraten Euch gerne zu weiteren Fragen.
      Liebe Grüße, planeo-Team

      Antworten
  • Victor B.
    Victor B. Mittwoch, 20.10.2021 um 1:21

    Hallo Planeo Team, ich will meinen alten Estrich mit einer Diamantfräse schleifen und will nun wissen mit was ich ihn anschließend grundieren soll, bevor ich dann mit SoundFix Trittschall und darauf einem neuen Parkett, den Bodenaufbau mache. Danke und Grüße

    Antworten
  • T. Müller
    T. Müller Sonntag, 28.11.2021 um 13:01

    Hallo liebes Planeo Team,

    Ich möchte auf einem 30 Jahre alten Stäbchenparkett neues Klick-Laminat als Fischgrät verlegen.
    Raus reißen möchte ich das Parkett nicht, da man ja nie weiß, ob man es in 10 Jahren wieder schick findet und nochmal aufarbeiten möchte.

    Da der Boden aber an mehreren Stellen und in den Tür Durchgängen uneben ist (5-8mm), wäre meine Frage, ob es eine Möglichkeit gibt auch direkt auf Stäbchenparkett zu spachteln/nivellieren um den Untergrund Laminat tauglich zu machen.

    Danke Euch.

    Antworten
    • André Maack
      André Maack Montag, 29.11.2021 um 16:22

      Hallo T.Müller,
      technisch gesehen ist es möglich ein Stäbchenparkett mit einer Spachtelmasse zu nivellieren. Wir bieten dazu eine Spachtelmasse für Holzuntergründe an.
      Wir würden Dir jedoch raten, das Stäbchenparkett nicht zu spachteln. Sobald Du das Parkett spachtelst, ist es kaputt und für später nicht mehr zu gebrauchen. Zudem muss das Parkett vollflächig verklebt sein und noch wichtiger, es muss fest bleiben. Wenn das Parkett jetzt schon 30 Jahre alt ist, dann kann der Kleber eventuell schon stellenweise seine Klebkraft verloren haben. Du tust Dir damit kein Gefallen, das Parkett zu spachteln.
      Wir empfehlen Dir, das Stäbchenparkett an den unebenen Stellen zu schleifen. So behälst Du die Möglichkeit es auch später nochmal aufzuarbeiten und Du sparst Dir einiges an Kosten. Viele Grüße, planeo-Team

      Antworten
  • D. Ackermann
    D. Ackermann Montag, 10.01.2022 um 18:43

    Liebes Planeo-Team,

    wir überlegen, in unserem Altbau, Bj. 1956, ein Klickparkett "schwimmend" zu verlegen.
    Zuvor war Laminat verlegt auf einer 3mm starken, überraschend schweren schwarzen Schaumunterlage, die mich ein bisschen an Bitumenmatten erinnert.
    Ich habe den Estrich mit einem Richtscheit geprüft. Der Estrich fällt von allen Seiten zur
    Mitte hin ab. Auf die Raumbreite von 4 Meter beträgt die Absenkung in der Mitte ca. 1 cm. Er fällt sehr gleichmäßig ab, es gibt keine Wellen, sonstige Buckel/Dellen.

    Nun beschreiben Sie, das es höchstens 3mm/Meter sein sollten. Das wäre prinzipiell überschritten.
    Aber würde sich das Parkett durch das Eigengewicht nicht über die weite Spanne gleichmäßig in die "Mulde" legen / absenken?

    In Bezug auf ein mögliches Ausgleichen sehe ich 2 Schwierigkeiten:
    1. Da der Boden zusätzlich als ganzes zu der Seite abfällt, auf der sich auch die Tür befindet,
    würde der Einsatz von Ausgleichsmasse zu Problemen mit der Tür und mit dem Boden im Nachbarraum führen
    2. Beim Auszuspachteln der Senke würde ich befürchten, in den sehr gleichmäßigen Boden eher (lokale) Unebenheiten einzubringen, da in der Mitte gut Masse aufzubringen wäre.

    Für eine Beurteilung und ggf. auch Empfehlung eines (klick-) Parketts für diese Situation wäre ich Ihnen dankbar.

    Beste Grüße
    D. Ackermann

    Antworten
    • André Maack
      André Maack Dienstag, 11.01.2022 um 12:18

      Hallo D.Ackermann,
      bei einer Raumbreite von 4m ist es schwer einzuschätzen. Ein Klickparkett ist in der Regel ca. 15mm stark und durch die große Klickverbindung sehr stabil. Wahrscheinlich würde es sich mit der Zeit langsam anpassen aber das können wir leider nicht garantieren. Zudem haben wir keine Erfahrungswerte in der Hinsicht. Als alternative Lösung würden wir ein Stabparkett empfehlen, welches kleinere Maße hat und sich besser dem Boden "anschmiegt". Trotzdem sollte der Untergrund möglichst einmal grundiert und gespachtelt werden, da das Parkett vollflächig verklebt wird. Als Lösungsidee zum Spachteln würden wir unseren Reparaturmörtel empfehlen. Dieser ist recht zäh von seiner Konsistenz und kann mit einem Richtscheit gut und einfach gerade abgezogen/geglättet werden. Wir können telefonsich gerne genauer darüber beraten 05222 960 4810. Viele Grüße, planeo-Team

      Antworten
  • Josef
    Josef Mittwoch, 12.01.2022 um 12:39

    Bei uns haben wir in unserem Neubau ein Zement-Estrich verlegt. Ich habe den Boden Untegrund mit einer 2m Messlatte und einem Prüfkeil, wie es in den Videos angezeigt war, untersucht.
    Nun meine Frage muss ich hier NUR in der MITTE der 2m Messelatte den Prüfkeil setzten? wenn ja, soll hier die Toleranzgrenze 6mm sein? Bei einem 1 m Messlatte wäre dies dann in der Mitte 3mm. Habe ich das so richtig verstanden.

    Meine 2 Frage war, kann ich direkt auf dem Zement Estrich die 2 mm PE Folie und mein Klickvinyl verlegen, wenn der Boden keine große Wellen aufzeigt. Oder muss man hier grundieren und spachteln (Ausgleichmasse), bevor man auf dem Zement Estrich verlegt.

    Lieben Dank im Voraus ?

    Antworten
    • André Maack
      André Maack Mittwoch, 12.01.2022 um 16:00

      Hallo Josef,
      es ist wichtig die größe Unebenheit zu finden und diese ist oft in der Mitte zwischen zwei "Beulen". Bei 1m liegt die Grenze bei 3mm, bei 2m sollte es nicht mehr als 4mm sein. Ist Dein Estrich in der Toleranz, brauchst Du bei einem Vinyl mit integrierter Trittschalldämmung nur eine PE-Folie auslegen. Bei einem Klickvinyl mit separater Trittschall ist eine extra PE-Folie nicht immer zwingend nötig. Sollte der Estrich zu uneben sein, empfehlen wir zu grundieren und spachteln. Wichtig ist zudem, dass der Estrich trocken, fest und sauber ist. Viele Grüße, planeo-Team

      Antworten
  • Chantal
    Chantal Dienstag, 30.08.2022 um 2:47

    Hallo, wir wollen im sonnigen Dachgeschoss den Teppich durch Vinyl/Designboden (alternativ Laminag oder Parkett) ersetzen. Der Untergrund ist eben, allerdings sackt der ganze Boden stark zu einer Seite ab (Bergbauschäden). Es sind ca 1,5 cm/Meter. Die Nachbarn hatten keine Probleme mit ihrem Laminat. Würde Vinyl hier auch noch gehen? Ein Ausgleich ist bei so viel Toleranz und einer Holzteischendecke nicht wirklich möglich. Vielen Dank!

    Antworten
    • André Maack
      André Maack Donnerstag, 1.09.2022 um 12:18

      Hallo Chantal,
      wenn der komplette Boden zu einer Seite absackt bzw. schräg aber als Fläche trotzdem eben ist, kannst Du unser Vinyl darauf verlegen. Es darf nur keine Vertiefung/Unebenheit von 1,5cm/Meter bestehen. Also nach Wasserwage darf der Boden 1,5cm/Meter aus der Waage sein. Nur wie ein Wellenmeer sind nur 3mm/Meter erlaubt. Wir konnten es hoffentlich verständlich erklären. ;-) Ansonsten beraten wir Dich auch gerne telefonisch unter 05222 960 4810. Liebe Grüße, planeo-Team

      Antworten
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