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Vliestapete, Rauhfaser oder Vinyltapete streichen - Geht das?

Tatsächlich ist es möglich Vliestapeten, Rauhfaser und Vinyltapeten zu streichen. Raufasertapeten werden sogar grundsätzlich gestrichen. Oftmals können Sie bereits auf der Tapetenverpackung ablesen, ob die Tapete überstreichbar ist oder nicht. Befindet sich die Tapete schon fest an der Wand, sieht die Sache etwas kritischer aus. Erst recht, wenn die Tapete bereits einmal gestrichen wurde. Dann gilt es mittels diverser Tests zu prüfen, ob die Tapete zum Überstreichen noch geeignet ist oder nicht. Wir zeigen Ihnen, wie das geht und was es noch zu beachten gibt.

Worin unterscheiden sich die Tapetenarten?

Die Tapetenarten lassen sich grob in Papiertapeten und Vliestapeten einteilen. Gemeint sind damit die Trägermaterialien einer Tapete. Die häufigsten und gängigsten Basismaterialien sind Papier und Vlies. Erst wenn das Trägermaterial beschichtet wird, entsteht eine vollständige Tapete. Dabei gibt es verschiedene Oberflächenmaterialien und Oberflächenstrukturen, mit denen ein Trägermaterial beschichtet werden kann.

Mögliche Oberflächenmaterialien einer Tapete:

  • Textil (z. B. Seide oder Velours)
  • Metall (z. B. hauchfeine Metallfolie)
  • Vinyl (PVC)
  • Naturstoffe (z. B. Kork, Bambus oder Gras)
  • Papier (meistens bei Raufasertapeten oder reinen Papiertapeten)
  • Vlies (meistens bei Raufasertapeten oder reinen Vliestapeten)

Mögliche Oberflächenstrukturen einer Tapete:

  • Glatt – flaches bzw. ebenes Erscheinungsbild
  • Gerafft/Geknittert – knittriges bzw. faltiges Erscheinungsbild
  • Gaufriert/Geprägt – eingeprägte bzw. eingesenkte Muster in die Oberfläche
  • Putzähnlich – Imitierung von verschiedenen Putzoberflächen (z. B. Glattputz, Rauputz oder Kratzputz)

Beispiel 1: Die klassische Raufasertapete besteht aus dem Trägermaterial Papier. Darauf werden Holzspäne angebracht und anschließend eine weitere Papierschicht (Oberflächenmaterial) drüber geklebt. Mittlerweile gibt es die Raufasertapete aber auch mit Vlies als Träger- und Oberflächenmaterial. Die Oberflächenstruktur, die hierbei zu Stande kommt, zählen wir zu den Putzstrukturen.

Beispiel 2: Von einer Vinyltapete spricht man, wenn das Trägermaterial mit Vinyl beschichtet ist. Bei dem Trägermaterial kann es sich dabei um Papier oder auch um Vlies handeln. Vinyltapeten sind in allen oben aufgeführten Oberflächenstrukturen erhältlich.

Sowohl Papier als auch Vlies haben als Basismaterial einer Tapete ihre Vor- und Nachteile. Überstreichen können Sie aber beide! Mehr Beachtung sollten Sie der Tapetenoberfläche schenken, dazu aber später mehr. Über die Vor- und Nachteile der Trägermaterialien haben wir für Sie eine kurze Zusammenfassung erstellt.

Vorteile und Nachteile des Papier-Trägermaterials

Vorteile:

  • Atmungsaktiv
  • Große Vielfalt an Farben und Mustern
  • Hohe Deckkraft
  • Umweltfreundlich, da Herstellung zum Großteil aus Recyclingpapier erfolgt
  • Günstiger als Vliestapeten
  • Überstreichbar

Nachteile:

  • Schwer wieder zu entfernen
  • Wandunebenheiten können bei dünnem Papier durchprägen
  • Umständlicher in der Verarbeitung, da sowohl die Rückseite der Tapete als auch die Wand eingekleistert werden müssen
  • Die Einweichzeit beträgt ca. 3-10 Min., bevor die Tapete geklebt werden kann
  • Dehnt sich beim Einweichen aus und zieht sich beim Trocknen zusammen
  • Bei Musterwiederholungen schwieriger in der Verarbeitung
  • Entflammbar

Vorteile und Nachteile des Vlies-Trägermaterials

Vorteile:

  • Atmungsaktiv
  • Große Vielfalt an Farben und Mustern
  • Lässt sich leicht wieder entfernen
  • Leicht in der Verarbeitung, da formstabil und nicht ausdehnend
  • Kaschiert kleine Unebenheiten
  • Reinigungsfreundlich
  • Schwer entflammbar
  • Strapazierfähig
  • Überstreichbar

Nachteile:

  • Lichtdurchlässiger als Papier, Untergrund kann durchscheinen
  • Teurer als Papiertapeten

Welche Tapetenoberflächen können Sie streichen und welche besser nicht?

Wie bereits erwähnt, können Sie alle Tapeten streichen. Die einen mit weniger Aufwand, die anderen mit mehr Aufwand. Wichtig ist nur, dass Sie eine geeignete Haftung für die neue Farbe hinkriegen. Das erreichen Sie mit einem Grundanstrich. Mit Ausnahme von Naturstoffen, können Sie alle oben aufgezählten Tapetenoberflächen (sowohl Materialien als auch Strukturen) mit dem sogenannten Allgrund (Universal-Haftprimer) grundieren. Bei metallischen Tapetenoberflächen können Sie alternativ einen Metallgrund nehmen.

Zwar können Sie auch Naturstoffe mit Allgrund grundieren, jedoch darf in diesem Fall der Allgrund nicht auf Wasserbasis sein. Verwenden Sie bei Naturstoffen ausschließlich lösemittelhaltige Grundierungen. Alternativ lassen sich Tapeten mit Naturstoffoberflächen auch mit einem lösemittelhaltigen Isolieranstrich (z. B. Isolierweiß) vorbereiten. Obwohl das Überstreichen möglich ist, empfehlen wir Ihnen dennoch, diese Art von Tapete lieber abzureißen. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich während dem Grundieren oder Streichen, Naturstoffteilchen von der Oberfläche lösen.

Reine Papier- und Vliestapeten müssen normalerweise nicht vorab grundiert werden, diese können Sie direkt überstreichen. In vielen Fällen sind die Tapeten speziell dafür ausgelegt.

Betrachten wir nun einmal die Oberflächenstrukturen. Sie sind alle überstreichbar, nur bei der gaufrierten/geprägten Struktur sollten Sie kritisch sein. Ist das Muster auf der Tapete zu dick aufgeschäumt, dann streichen Sie die Tapete lieber nicht. Als zu dick gilt ein Muster, wenn Sie es mit einem Finger recht einfach eindrücken können. In einem solchen Fall kann der Überstrich bei mechanischer Belastung wieder abblättern. Glatte, geraffte/geknitterte oder putzähnliche Strukturen stellen einem Anstrich dagegen kein Hindernis dar. Und mit dem richtigen Farbroller geht es noch besser.

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie aufwändig es ist eine bestimmte Tapetenoberfläche zu streichen. Unsere Bewertung geht von ganz einfach (+ + +) bis eher schwer (- - -).

 GlattGerafft/GeknittertGaufriert/GeprägtPutzähnlich
Textil+ ++ +++
Metall- -- -- - -- - -
Vinyl+ + ++ + ++ ++ +
Naturstoffe- - - -- - - -- - - -- - - -
Papier+ + ++ + ++ + ++ + +
Vlies+ + ++ + ++ + ++ + +

Den richtigen Farbroller wählen

Ob Sie einen kurzflorigen oder langflorigen Farbroller nehmen, hängt von der Oberflächenstruktur der Tapete ab. Diese stellt das wichtigste Auswahlkriterium dar. Wollen Sie oft oder große Flächen streichen, dann empfehlen wir Ihnen Farbroller mit Lammfell. Diese zählen zu den qualitativsten und langlebigsten auf dem Markt und haben einen sehr guten Farbauftrag. Dafür kosten sie etwas mehr.

  • Kurzflorige Farbroller wählen Sie bei glatten oder eher flachen Strukturen.
  • Langflorige Farbroller hingegen nehmen Sie bei rauen oder stärker strukturierten Oberflächen.

Vliestapete, Rauhfaser oder Vinyltapete auf Eignung zum Überstreichen prüfen

Bei einer neugeklebten Vliestapete, Rauhfaser oder Vinyltapete gibt es nicht viel zu prüfen. Sie sollte nur flächendeckend festkleben. Doch wie sieht es aus, wenn die Tapete bereits ein- oder mehrmals gestrichen wurde? Ist sie dann für einen weiteren Anstrich noch geeignet? Das sollten Sie prüfen, gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Wischen Sie mit Ihrer Hand über die gestrichene Tapete. Färbt sich die Farbe an Ihrer Hand ab, dann kreidet sie. Die Tapete ist somit nicht zum erneuten Überstreichen geeignet und muss entfernt werden. Wie Sie Tapeten entfernen können, erfahren Sie gleich.
  • Ist die Tapete alt und hat schon mehrere Anstriche hinter sich, müssen Sie abwägen, ob ein weiterer Anstrich halten würde. Blättert die alte Farbe stellenweise ab, ist bereits zu viel Farbgewicht auf der Tapete. Einen weiteren Anstrich würde sie nicht mehr mitmachen. Sie können aber auch an einer unauffälligen Stelle ein Stück Tapete abmachen und sich einmal den Querschnitt anschauen. Ist die Farbschicht deutlich dicker als die Tapete selbst, ist dies ebenfalls ein Zeichen dafür, dass mittlerweile zu viel Farbe darauf ist.
  • Prüfen Sie, ob die Tapete flächendeckend festklebt. Ist sie nicht überall fest, besteht die Gefahr, dass sie sich nach dem Streichen noch mehr von der Wand löst. Finden sich lose Stellen, dann kleben Sie diese mit Kleister nach. Vor allem die Nähte, Kanten, Ecken und Ausschnitte an Fenstern sollen Sie sorgfältig überprüfen.
Mit der richtigen Vorgehensweise gelingt Ihnen das Streichen der Tapeten. Mit der richtigen Vorgehensweise gelingt Ihnen das Streichen der Tapeten.

Die Tapete ist mit Ruß, Nikotin oder Fett verschmutzt – Was tun?

Zugegeben, es ist nicht leicht, eine mit Ruß, Nikotin oder Fett verschmutzte Tapete zu retten. Einfach mit Farbe drüber streichen sollten Sie jedoch auch nicht. Denn selbst wenn nicht sofort, so werden die Flecken doch nach nur kurzer Zeit durchscheinen. Es gibt folgende zwei Möglichkeiten, die Sie ausprobieren können, um so eine Tapete zu retten. Schlagen jedoch beide Versuche fehl oder löst sich die Tapete von der Wand, dann müssen Sie sie abzureißen.

Fettflecken entfernen

Fettflecken müssen grundsätzlich immer beseitigt werden. Mit gewisser Vorsicht können Sie es versuchen, die betroffenen Stellen mit Anlauger zu reinigen. Achtung: Anlauger sind aggressiv und ätzend! Verdünnen Sie ihn daher mit Wasser und fangen Sie mit einem kleinen Verhältnis an. Die konkrete Reinigung der verschmutzten Stellen führen Sie mit einem Schwamm, Pinsel oder einer Bürste aus. Lesen Sie vor dem Gebrauch unbedingt die produktbezogenen Angaben und Sicherheitshinweise des Herstellers durch.

Vorgehen bei Ruß, Nikotin und anderen Flecken

Speziell für diese Art von Flecken gibt es die sogenannte Isolierfarbe. In der Regel lassen sich damit selbst hartnäckige Stoffe wie Ruß, Nikotin, Teer usw. einschließen. Ebenso werden auch Wasserflecken mit Isolierfarbe vorbehandelt. Es sei angemerkt, dass es sich bei der Isolierfarbe nur um einen Voranstrich handelt. Der Hauptanstrich mit der Wunschfarbe muss im Anschluss noch erfolgen.

Papier oder Vlies: Um welche Tapetenart handelt es sich bei Ihnen?

Handelt es sich bei Ihrer Tapete an der Wand um eine Vliestapete, dann können Sie sich glücklich schätzen. Denn Vliestapeten lassen sich deutlich einfacher und schneller entfernen als Papiertapeten. Sie könnten auf zweierlei Arten herausfinden, um welche Tapete es sich bei Ihnen handelt:

  • Sprühen Sie etwas Wasser an einer unauffälligen Stelle. Wird die Stelle dunkel, ist es höchstwahrscheinlich Papier. Denn Papier saugt Wasser auf und verdunkelt sich. Dieser Test funktioniert jedoch nur, wenn es sich bei Ihrem Altanstrich nicht um Latex- oder Feuchtraumfarbe handelt. An diesen Farbsorten perlt das Wasser nämlich ab bzw. rinnt nach unten. Haben Sie die Möglichkeit ein kleines Stück Tapete herauszuschneiden, dann können Sie diesen Test auf der Tapetenrückseite wiederholen.
  • Reißtest: Reißen Sie ein ganz kleines Stück der Tapete an und betrachten Sie den Riss am Rand. Papierfasern sind fransig und sehr kurz. Vliesfasern dagegen sind zwar auch fransig, aber deutlich länger und nadelartiger. Um sicher zu gehen, können Sie den Riss auch mit einem Blatt Papier vergleichen. Ähneln sich die Risse, dann ist das Trägermaterial Ihrer Tapete Papier. Andernfalls wird es mit großer Wahrscheinlichkeit Vlies sein.
  • Haben Sie noch eine alte Tapetenrolle als Reserve? Wenn ja, dann lässt sich meistens darauf ablesen, um welche Tapetenart es sich dabei handelt.

So entfernen Sie Ihre alten Tapeten von den Wänden

  1. Schalten Sie den Strom ab.
  2. Schrauben Sie die Lichtschalter und Steckdosen ab. Demontieren Sie die Fußleisten.
    Aber Achtung: als Laie dürfen Sie das Ab- und wieder Anschrauben nicht selbst machen, sondern müssten einen Installateur beauftragen. Alternativ kleben Sie die Teile einfach mit dem Klebeband und Folie ab.
  3. Verlegen Sie Malervlies oder Abdeckfolie, um den Boden zu schützen.
  4. Schneiden Sie mit einem Cuttermesser die Ecken an. So vermeiden Sie beim Abreißen, dass die anliegenden Tapeten mit abgerissen werden.
  5. Machen Sie sich einen Eimer voll mit Wasser und befeuchten Sie die Wand mit einer Kleisterbürste. Alternativ können Sie auch ein Drucksprühgerät oder eine Sprühflasche verwenden. Mit heißem Wasser funktioniert es am besten. So weichen die Tapeten schneller auf. Bei Bedarf kann Ihnen ein Tapetenlöser behilflich sein.
  6. Sind die Tapeten extrem hartnäckig, dann perforieren sie sie mit einer Stachelwalze. So kann das Wasser besser in die Tapete eindringen.
  7. Befeuchten Sie die Tapeten und lassen Sie das Wasser ca. 5-10 Minuten einwirken. Wiederholen Sie diesen Vorgang solange, bis Sie die Tapeten ohne Hilfswerkzeug per Hand abziehen können. Das funktioniert bei so ziemlich allen Vliestapeten. Bei Papiertapeten müssten Sie eventuell mit einem Spachtel nachhelfen.

Die richtige Farbsorte auswählen

Die Vliestapete, Rauhfaser oder Vinyltapete können Sie in der Regel mit gewöhnlicher Wandfarbe streichen. Unabhängig davon, ob es sich dabei um Papier oder Vlies als Basismaterial handelt. Optimalerweise nehmen Sie einfach eine übliche Dispersionsfarbe. Sie ist für die allermeisten Untergründe geeignet. Durch den zuvor beschriebenen Grundanstrich, erhalten auch ungeeignete Tapetenoberflächen den nötigen Haftgrund für Dispersionsfarben.

In stärker beanspruchten Räumen (z. B. Küche oder Treppenhaus) können Sie zur Latexfarbe greifen. Vom Gebrauch der Latexfarbe im Badezimmer raten wir Ihnen jedoch ab. Dafür wählen Sie am besten eine spezielle Feuchtraumfarbe oder ebenfalls eine übliche Dispersionsfarbe. Wollen Sie mehr über die verschiedenen Farbsorten und ihre Anwendungsbereiche erfahren, dann lesen Sie hier:

➔ Badezimmer streichen – Welche Farbe soll man nehmen?

Diese Vorbereitungen sollten Sie vor dem Streichen treffen

Bevor Sie mit dem Streichen beginnen, sind diverse Vorbereitungen notwendig. Haben Sie erst kürzlich neu tapeziert, dann sollten Sie die Trocknungszeit der Tapeten beachten. Halten Sie sich da einfach an die Herstellerangaben. Üblicherweise liegt die Trocknungszeit bei einem Tag. Bei alten Tapeten sollten Sie prüfen – wie bereits oben erwähnt – ob sie flächendeckend festkleben. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Als allererstes schalten Sie für den betreffenden Raum den Strom ab.
  2. Schrauben Sie die Lichtschalter und Steckdosen ab. Optional können Sie auch die Fußleisten demontieren. Auch hier sollten Sie unseren zuvor erwähnten Hinweis beachten: als Laie dürfen Sie die Steckdosen und Lichtschalter nicht selbst Ab- und Anschrauben, sondern müssten einen Installateur beauftragen. Alternativ kleben Sie sie mit dem Klebeband ab.
  3. Verlegen Sie Malervlies oder Abdeckfolie, um den Boden zu schützen. Kleben Sie Fenster und Türrahmen ebenfalls mit der Abdeckfolie ab. Sollten Sie die Fußleisten nicht demontiert haben, kleben Sie sie mit Malerkrepp ab. Schützen Sie auch die freistehenden Möbel im Raum.
  4. Vorhandene Löcher und Risse müssen zugespachtelt oder mit artgleichem Material verschlossen werden. Anschließend schleifen Sie die Stellen flächig mit der Wand.
  5. Reinigen Sie die Wände. Den Staub entfernen Sie mit einem feinen Besen oder Abstauber und mögliche Schmutzflecken mit einem angefeuchteten Tuch.

Das Streichen kann beginnen – so machen Sie es richtig

Haben Sie vor, die Decke ebenfalls zu streichen, dann fangen Sie damit an. Erst wenn die Decke gestrichen ist, gehen Sie über zu den Wänden. Beginnen Sie immer damit, zunächst alle Ecken, Kanten und schwer zugängliche Stellen zu streichen. Verwenden Sie dazu eine kleine Malerrolle und einen 50er Heizkörperpinsel. Erst im nächsten Schritt streichen Sie mit einem Farbroller die großen Flächen. Streichen Sie in ca. 3 Meter langen Bahnen und immer in dieselbe Richtung. Achten Sie darauf, dass Sie Nass-in-Nass streichen. Das heißt, wenn Sie die zweite Bahn rollen, darf die erste Bahn nicht bereits getrocknet sein. Damit das klappt, müssen Sie zügig und ausdauernd sein! Folgendes Material und Werkzeug werden Sie dafür benötigen:

  • Die Farbe, z. B. eine Dispersionsfarbe
  • Einen Rührstab oder etwas Vergleichbares, um die Farbe umzurühren
  • Einen großen Farbroller und einen Teleskopstab
  • Eine kleine Rolle und einen 50er Heizkörperpinsel für die Ecken, Kanten und schwer zugängliche Stellen
  • Einen Farbeimer mit Abstreifgitter

Entgegen der verbreiteten Meinung, im sogenannten Kreuzgang zu streichen, empfehlen wir Ihnen dies nicht zu tun. Die Kreuzgang-Technik wird beim Lackieren angewandt, nicht aber beim Streichen von Decken und Wänden mit gewöhnlicher Wandfarbe. Dies würde zu Schlieren führen, weil mit der Kreuzgang-Technik das Streichen Nass-in-Nass nicht möglich ist.

Lassen Sie den ersten Anstrich ein paar Stunden lang trocknen, solange bis die Farbe nicht mehr glänzt. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht 100%ig zufrieden, dann können Sie ein zweites Mal streichen. Beabsichtigen Sie den zweiten Streichgang jedoch mit einer anderen Farbe zu machen, dann sollten Sie dem ersten Anstrich eine längere Trocknungszeit geben. Diese sollte ca. 24 Stunden betragen. Besuchen Sie auch unsere ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Thema Streichen - klicken Sie einfach auf den folgenden Link:

Richtig streichen – Eine Schritt für Schritt Anleitung

Fazit: Sie können die meisten Tapetenvarianten streichen

Ob Vliestapete, Rauhfaser oder Vinyltapete, mit entsprechender Vorarbeit können Sie sie alle überstreichen. Am einfachsten sind reine Papier- und Vliestapeten zu streichen. Am aufwändigsten lassen sich Tapeten mit Naturstoff- und Metalloberflächen streichen. Selbst für mit Ruß, Nikotin oder Fett verschmutze Tapeten gibt es Hoffnung und Möglichkeiten sie doch noch zu streichen. Wichtig ist es jedoch, die vorbereitenden Arbeiten nicht zu vernachlässigen. Denn sie steuern maßgeblich zum guten Endergebnis bei.

Hilfe bei Fragen rund um das Thema Vliestapete, Rauhfaser oder Vinyltapete streichen

Haben Sie noch offene Fragen? Dann schreiben Sie uns einfach in den Kommentaren. Wir antworten Ihnen immer, gerne und schnell! Sie erreichen uns selbstverständlich auch telefonisch unter der Nummer 0 52 22 / 960 48-0.

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