Versandland
Mein Konto
Suche

Neuen Belag auf Holzboden verlegen

Gerade wer in älteren Häusern mit einem bereits vorhandenen Holzboden einen neuen Bodenbelag einsetzen will, steht vor der Frage: Was muss ich beachten, um mein Parkett, Laminat oder einen Vinylboden fachmännisch auf hölzernem Untergrund wie Dielen oder USB-Platten verlegen zu können?

Lesen Sie auch diesen Artikel: Vinylboden oder Laminat - Was ist besser?

Einfaches Hilfsmittel

Wichtigstes Hilfsmittel bei der Vorbereitung ist das Richtscheit. Mit ihm lassen sich Unebenheiten des Untergrundes einfach erkennen. Sie sind vor allem bei älteren Böden häufig zu finden. Der Bodenbelag fällt dort zur Raummitte hin ab oder ist wellig. Es kommt auch vor, dass einzelne Dielen hochstehen. Ob diese Unebenheiten beim Verlegen eines neuen Bodens unbedenklich sind, können Sie mit einem zwei Meter langen Richtscheit feststellen. Legen sie das Richtscheit dazu jeweils von den Raumecken aus in Richtung Raummitte. Das Werkzeug zeigt ihnen dann alle Unebenheiten an. Sind die Wölbungen oder Vertiefungen auf einer Länge von einem Meter maximal drei Millimeter hoch oder tief, können Sie den neuen Bodenbelag ohne weitere Vorbereitungen des Untergrundes verlegen.

Unebenheiten ausgleichen

Liegen die Unebenheiten allerdings außerhalb dieses Toleranzbereichs, müssen Sie den Untergrund vor dem Verlegen vorbereiten und Dellen und Wölbungen ausgleichen. Geschieht dies nicht, besteht die Gefahr, dass der neue Boden schon nach kurzer Zeit Schäden aufweist. Denn Laminat, Parket oder Vinylböden, die auf einem unebenen Untergrund verlegt wurden, wippen unter Belastung. Gerade im Bereich der stark genutzten Laufwege kann das dazu führen, dass die Klickverbindungen ausleiern oder sich sogar lösen. Schlimmstenfalls führt das sogar zu offenen Fugen

Gefährliche Unebenheiten lassen sich aber mit geringem Aufwand beseitigen: Möglich ist das zum Beispiel mit einer Vergussmasse, die sie auf dem Untergrund verspachteln. Natürlich erhalten Sie diese Vergussmasse im Shop von Planeo.de.

 

14 Gedanken zu „Neuen Belag auf Holzboden verlegen“

  • Birgit
    Birgit Donnerstag, 18.04.2019 um 10:36

    Hallo,

    wie ist das mit Klebekork. Gelten da diesselben Masstoleranzen?

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Donnerstag, 18.04.2019 um 12:24

      Hallo.
      Klebekork ist flexibel und sehr anpassungsfähig. Entsprechend deutlich überträgt Klebekork alle Unebenheiten in den Sichtbereich. Grundsätzlich sind bei Klebekork die Toleranzen für besondere Anforderungen einzuhalten. Das sind bezogen auf 1 Meter Länge max. 2mm Höhenunterschied. Da Klebekork in aller Regel einen gespachtelten Untergrund für den Kontaktkleber benötigt, kann man dadurch recht einfach einen Niveauausgleich schaffen.
      Wir empfehlen Ihnen, vor der Verlegung von Klebekork die Verlegeanleitung zu studieren. So können Sie alles perfekt vorbereiten.
      Gerne senden wir Ihnen weitere Infos zu, wenn Sie uns Einblick in Ihr Vorhaben gewähren, z.B. auf welchen Untergrund Sie genau Klebekork verlegen wollen.
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Jens
    Jens Sonntag, 5.05.2019 um 1:25

    Guten Tag ,

    Wir haben einen Parkett welcher seit 1981 im haus liegt und verklebt ist. Auf den Parkett soll nun ein designboden mit integrierter trittschalldämmung drauf da der Parkett nicht mehr gefällt.
    Ist dies möglich oder geht der Parkett dann kaputt ? Wie verhält es sich mit der Feuchtigkeit? Fängt der Parkett an zu schimmeln ?
    Wir wollen den designboden schwimmend verlegen.

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Montag, 6.05.2019 um 14:21

      Guten Tag Jens, viele unserer Kunden haben genau das getan, was Sie vorhaben. Aus der Praxis können wir behaupten, das wir keine einzige negative Rückmeldung zum Thema Schimmel erhalten bekommen haben. Sie können einen Designboden auch auf Parkett verlegen. Schimmel können wir zwar nicht generell ausschließen, da es sich ja um organisches Material handelt. Allerdings gehört dazu ja ein gewißes Maß an dauerhafter Feuchtigkeit. Dann hätten Sie also bereits jetzt schon Probleme. Wir empfehlen aber auf jeden Fall eine Unterlage zu verwenden. Beachten Sie in jedem Fall auch die Verlegeanleitung des Herstellers.
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Mark Wittek
    Mark Wittek Sonntag, 16.06.2019 um 10:15

    Hallo,

    ich habe diese Unterhaltung hier gefunden, da ich vor einem ähnlichen Problem stehe. Wir renovieren gerade ein älteres Haus und darin 2 Zimmer mit Holzboden. Der Boden weist leichte Unebenheiten auf, auf 2 m meistens im Toleranzbereich aber auch mal 5 mm Unterschied. Wir hätten gerne einen Vinylboden verlegt, vorallem meine Freundin fand die wasserfeste Eigenschaft sehr gut.

    Bzgl. Holzboden der leicht mitschwingen kann und Vibrationen ausgesetzt ist, wurde uns von Vinyl abgeraten, da die Klickverbindungen dadurch mit der Zeit kaputt gehen können. Wenn ich aber über den Boden laufe, auf ihm auf und ab springe, dann tut sich da garnichts, manchmal ein leichtes knarzen, mehr nicht.

    Wäre Laminat aber an dieser Stelle unempfindlicher und eher geeignet?

    Als Kompromiss bzw. um der Lage Herr zu werden dachte ich evtl. an ein Vinyl mit SPC Trägerplatte mit hoher Stabilität? Evtl. auch ein Boden mit 5G Klickverbindung?

    VG,
    Mark

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Montag, 17.06.2019 um 20:40

      Hallo Mark Wittek,


      vielen Dank für die Frage nach dem idealen Bodenbelag auf Holzuntergrund.



      Starke Schwingungen können auf lange Sicht in der Tat ein Problem für Bodenbeläge darstellen, die im Klickverfahren verlegt werden.
      Je feiner die Klickverbindung, desto eher kann ein Problem auftreten. Das heißt aber nicht automatisch, dass ein Laminat hier länger standhalten kann.
      Gerät die Verbindung also beim Begehen in ständige Bewegung, ist es eine Frage der Zeit, bis sie ausgeleiert ist und sich Fugen bilden. Dasselbe gilt auch für Unebenheiten außerhalb der Toleranz, denn zu starke Hohlstellen bedeuten auch hier ein ständiges Nachgeben der Klickverbindung. Mehr zum Thema Klick-Vinylboden verlegen finden Sie in diesem Beitrag.


      Es spricht allerdings einiges dafür, dass Sie einen Vinylboden auf Ihren Holzboden verlegen können.
      Ihrer Beschreibung nach ist der Holzuntergrund bei Ihnen ziemlich robust und fest. Schwingungen des Holzbodens spüren Sie nicht beim Begehen. Dem Knarren einzelner Dielen sollten sie nachgehen. Denn hier scheint etwas Bewegung vorhanden zu sein. Ziehen Sie die Dielen mit Schrauben nach, um die Bewegung zu unterbinden.
      Unebenheiten größer 3mm/m sollten Sie nachspachteln. Sehen Sie in unserem Video, wie man Holzdielen ausgleichen kann.


      Der Vorteil bei Klick-Vinylboden ist hier, dass er sich durch seine elastischen Eigenschaften dem Untergrund weitgehend anpasst und dann auch vollständig aufliegt. Insofern gibt
      es keine Schwingungen bei Hohlstellen. Ein Rigid Vinyl verhält sich hier also eher wie ein Laminat und hat in diesem Fall nicht zwingend Vorteile. Genausowenig die 5G Klickverbindung, deren wesentlichen Vorteile in der leichteren Verlegung liegen.


      Beachten Sie in jedem Fall auch, dass Sie die richtige Unterlage zu Ihrem Vinylboden verwenden.

      Haben Sie weitere Fragen, lassen Sie es uns wissen.



      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Bea Abdelkader
    Bea Abdelkader Sonntag, 8.09.2019 um 9:29

    Gibt es Platten, die ich als Ausgleich auf alten Dielenboden schrauben kann, um ihn zu ebnen vor dem Vinyl? Er ist durch vorherige Abschliffe nicht eben.

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Montag, 9.09.2019 um 11:54

      Guten Tag Bea Abdelkader,

      unebene Holzdielen können Sie auf mehrere Arten ebnen. Je nach Vinylboden und möglicher Aufbauhöhe wählen Sie zwischen diesen möglichen Varianten:

      Bei sehr unebenem Dielenboden empfiehlt sich eine Trockenschüttung mit anschließendem Trockenestrich. Die Aufbauhöhe beträgt mind. 50mm und kann anschließend für alle Verlegearten für Vinylboden verwendet werden. In diesem Video zeigen wir, wie es geht.
      Verlegeplatten wie z.B. OSB-Platten eignen sich auch als Untergrund. Sie können sowohl "schwimmend" auf eine ausgleichende Dämmunterlage verlegt werden. Alternativ verschrauben Sie sie mit den Holzdielen. Achten Sie darauf, das die Unebenheiten sich nicht auf die OSB-Platten übertragen oder Hohlstellen entstehen, die bei Belastungen nachgeben.
      Möglicherweise ist der Ausgleich mit geeigneter Spachtelmasse die perfekte Alternative. Denn hier erreichen Sie den flachsten Aufbau bei idealer Ebenheit. Gleichzeitig können Sie alle Verlegevarianten für Vinylboden nutzen. Auch hier haben wir ein Video dazu gemacht.

      Nehmen Sie gerne auch Kontakt mit uns auf, damit wir Ihnen in Detailfragen helfen können oder die richtigen Produkte empfehlen können.

      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Alex
    Alex Sonntag, 15.09.2019 um 20:09

    Hallo, wir haben uns Anfang des Jahres eine Blockhütte gebaut, als Boden waren einfache dünne Bretter dabei, jetzt haben wir uns im Sägewerk einen dicken Holzdielen Boden fertigen lassen. Wir sind uns unsicher ob wir den Boden direkt darauf verlegen können, oder ob man eine Drittschalldämmung dazwischen legen muss. Können sie uns da helfen ? Dämmen selbst möchten wir nicht

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Mittwoch, 25.09.2019 um 14:35

      Hallo Alex,
      eine Trittschalldämmung hat mehrere Aufgaben, vor allem aber die Geräusche durch das Begehen zu verringern. Weitere Funktionen sind die Entkoppelung vom Untergrund und das Ausgleichen von Unebenheiten.
      Für die reine Funktion der dicken Holzdielen sollte die Trittschalldämmung überflüssig sein. Sie würde aber evtl. Knartsch-Geräusche minimieren.
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Felix
    Felix Montag, 9.12.2019 um 11:46

    Hallo,
    wir haben alte Dielen und möchten da gerne PVC/ Vinyl Boden verlegen. Es ist eine Mietwohnung sodass wir die Dielen nicht rausnehmen können.

    Unter den PVC hatten wir gedacht eine Vinylbodenunterlage zu verlegen, damit die Spalten zwischen den Dielen nicht sofort sichtbar sind.
    Welches Material macht da am meisten Sinn und welchen Boden legt man da am besten drauf (Klebevinyl Platten, PVC Meterware, Klickvinyl...)?

    Vielen Dank für die Hilfe

    Antworten
    • Ferdinand Pritzkau
      Ferdinand Pritzkau Donnerstag, 12.12.2019 um 12:12

      Hallo Felix,
      wenn Sie alte Dielen als Untergrund haben und mit den üblichen Spalten zu tun haben, sollten Sie einige Dinge prüfen.
      Danach können Sie entscheiden, welche Verlegetechnik sich für Sie als Mieter am besten eignet. Vermutlich müssen Sie ihren Bodenbelag in jedem Fall schwimmend verlegen, um im Falle des Auszugs alles so hinterlassen zu können, wie Sie es vorgefunden haben.

      Sind die Dielen eben genug für einen Bodenbelag mit Klicktechnik? Lesen Sie hier, wie man den Untergrund prüft.
      Geben einzelne Dielen nach? Dann bitte nachschrauben.
      Wie breit sind die Spalte zwischen den Dielen? Sind die Dielen gerade oder schüsseln sie? Danach entscheidet sich, ob sie besser Klebevinyl, PVC Rollenware oder auch Klick-Vinyl mit starrem Trägermaterial wie Vinyl mit HDF Träger verwenden. Denn letzterer kann natürlich querverlegt größere Spalte und auch leicht wellige Dielen besser überbrücken. Hier gibts kostenfrei Muster aller Vinylboden Arten.
      Haben Sie größere Wellen oder Unebenheiten, können Sie Rollenware (Meterware) ganz simpel darüber legen. Es passt sich absolut an, dadurch werden allerdings auch Unebenheiten sichtbar. Klebevinyl Planken können Sie in Verbindung mit silent stick auch verwenden. Diese Verlegetechnik toleriert Unebenheiten besser, denn hier können keine Klick-Verbindungen strapaziert werden. Hier lesen Sie mehr über die schwimmende Verlegung von Klebevinyl mit Hilfe von silent stick.
      Worauf Sie bei der richtigen Vinylboden Unterlage beachten sollten, lesen Sie hier.


      Falls Sie noch weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns unter 05222 960480 oder nutzen Sie gerne unsere Kontaktmöglichkeiten auf www.planeo.de
      Ihr Planeo Team

      Antworten
  • Johannes
    Johannes Mittwoch, 20.10.2021 um 15:48

    Hallo,
    auf unsere Holzbalkendecke mit Parkett soll ein neuer Parkett inkl. Korktrittschalldämmung verlegt werden.
    Leider fällt der alte Boden zur Raummitte hin um ca 10mm ab, dies würden wir durch eine Ausgleichsmasse beheben wollen. Uns stellt sich jetzt die Frage, ob wir die Ausgleichsmasse über die gesamte Zimmerfläche verteilen müssen (Mindestdicke 5mm) oder ob wir auch lokal ausgleichen können und die Masse auslaufen lassen könnten.

    Gruß,
    Jo

    Antworten
    • André Maack
      André Maack Mittwoch, 20.10.2021 um 16:24

      Hallo Johannes,
      für eine schwimmende Verlegung spricht nichts dagegen, den Untergrund nur partiell auszugleichen. Achtet aber bitte gut auf den Übergang von der Spachtelmasse zum Untergrund. Es sollte keine Kante stehenbleiben, sondern wirklich glatt sein. Generell muss der Untergrund für Euer Vorhaben fest, sauber, trocken und rissfrei sein. Grüße, planeo-Team

      Antworten
Hinterlasse eine Antwort
Nicht das Richtige gefunden?
Wir helfen Ihnen bei Ihrem Bauprojekt mit praktischem Handwerker-Wissen! Ihre Direkt-Durchwahl: 05222 9379300

Mo - Fr 9 bis 22 UHR
Sa 9 bis 14 UHR

Oder schreiben Sie unseren Profis eine Nachricht:
Senden
Rabattcode: df56s5d8