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Was kostet eine Photovoltaikanlage? - Jetzt investieren lohnt sich

Photovoltaik macht 2023 einen neuen Karrieresprung. Im Zeitalter der Energiepreisexplosionen und der Sorge ums globale Klima fährt der saubere Sonnenstrom bei Politik und Hausbesitzern hohe Punktzahlen ein. Wer noch keine PV auf dem Dach hat, denkt zumindest darüber nach, sie sich anzuschaffen. Da stellt sich die Frage: Mit welchen Kosten ist für die neue PV-Anlage zu rechnen? Und welche Gelder gibt der Staat dazu? Hier finden Sie Antworten darauf.  

Was kostet Photovoltaik? 

Immer weniger! Die Leistungsfähigkeit einer PV-Anlage wird in Kilowatt Peak (kWp) angegeben. Der Preis für einen kWp lag im Jahr 2010 bei 3.500 Euro. Im Jahr 2023 ist er auf 1.400 Euro pro kWp gefallen. Aus diesem Grund und wegen der Unsicherheit auf dem Energiemarkt denken viele Immobilienbesitzer über die Anschaffung einer PV-Anlage nach. Schauen wir uns mal an, wie hoch die Kosten für ein kleines, mittleres und für ein großes Dach sind. Beachten Sie, dass die erwähnten Preise sich auf den Kauf einer PV-Anlage ohne Speicher beziehen.

Je größer, leistungsstärker die Anlage, desto niedriger die Anlage-Kosten pro Quadratmeter. Üblich sind derzeit Anlagen zwischen 3 und 10 kWp. Die typische PV-Anlage auf deutschen Eigenheimen besitzt eine Leistungsstärke von 7 kWp mit 28 Solarmodulen. Ihr Preis liegt bei knapp 11.000 Euro. Eine 3-kWp-Anlage auf 25 Quadratmetern Dachfläche kostet durchschnittlich 5.400 Euro - das sind 216 Euro pro Quadratmeter. Die mittelgroße Anlage von 6 kWp mit 50 Quadratmetern Dachfläche kommt auf ca. 9.000 Euro Kosten (180 Euro pro Quadratmeter). Und wer eine 9-kWp-Anlage auf gut 70 Quadratmetern Dach installieren lässt, zahlt im Durchschnitt 12.900 Euro dafür - das 172 Euro Quadratmeterkosten.  

Was kostet eine PV-Anlage: Mit diesen Preisschwankungen sollten Sie rechnen 

Die Preise für den Quadratmeter PV richten sich nicht nur nach der Anlagengröße. Auch andere Komponenten spielen in die Preisgestaltung hinein. Welche Marke und welche Art von Solarmodulen bevorzugen Sie? Welche Dachform hat Ihr Haus? Wie sieht es mit dem Zugang zum Dach aus? Wie gut sind die Leitungswege im Haus nutzbar und erreichbar? Muss für die PV-Anlage das Zählersystem erneuert werden? Diese und andere Kriterien entscheiden über die Preismargen. Hier die Spannweiten für typische Anlagengrößen: 3 kWp = 4.600 bis 6.300 Euro; 6 kWp = 6.500 bis 12.100 Euro; 9 kWp = 9.200 bis 17.500 Euro. 

Tipp: Achten Sie bei den Angeboten der Fachfirmen auf Vollständigkeit. Vor allem die Kosten für das Gerüst und für den Netzanschluss werden manchmal gerne unter den Tisch fallen gelassen. Damit kommen auf ein scheinbar günstiges Angebot noch mal zwischen 1.000 und 2.000 Euro drauf. Berücksichtigen Sie auch die Kosten für einen eventuell notwendigen Umbau der Verteilung, denn diese verliert mit der Anmeldung der PV-Anlage ihren Bestanddschutz und muss gegebenenfalls aufwendig erneuert werden.

Wie viel kostet Solarenergie? - Die Posten im Einzelnen 

Der wichtigste Bestandteil einer PV-Anlage ist das PV-Modul. Darum sehen sich die meisten erst einmal die Preise für diese Solarpaneele an. Das ist ein wichtiger Posten in der Gesamtrechnung, aber bei weitem nicht der einzige. Addieren Sie noch die Kosten für den Wechselrichter, für die Planung, Montage und Installation sowie eventuell für den Solarstromspeicher und für die laufenden Kosten nach Inbetriebnahme der Anlage.

Was kostet Photovoltaik auf dem Dach? - Die Module 

Die gute Nachricht: In den letzten Jahren ist ein stetiger Sinkflug der Solarmodul-Preise zu beobachten. Derzeit liegen die Kosten zwischen durchschnittlich 150 bis 430 Euro pro kWp (diese Preise gelten für den Bezug über den Großhandel). Die große Preisdifferenz hat mehrere Ursachen. Es kommt auf den Wirkungsgrad an, das Herkunftsland, die Modulgröße, sein Design sowie die Art des Moduls. Monokristalline Module (die Bauart mit dem höchsten Wirkungsgrad) kosten zwischen 200 und 430 Euro. Polykristalline Module liegen zwischen 150 bis 250 Euro pro kWp. Dünnschicht-Module kommen wegen ihres niedrigen Wirkungsgrades kaum noch zum Einsatz.  

Kostenpunkt Wechselrichter 

Photovoltaik stellt aus der Sonnenkraft Gleichstrom her. Die Haushaltstechnik Ihres Gebäudes läuft aber mit Wechselstrom. Darum braucht es den Wechselrichter. Dieses elektrische Gerät wandelt den Gleichstrom der PV-Anlage in Wechselstrom um. Der Wechselrichter muss exakt auf die Leistung der PV-Anlage ausgelegt sein und einen hohen Wirkungsgrad erzielen. Seine Kosten machen ungefähr 11 Prozent des Gesamtbetrags aus. 

Kostenpunkt Planung und Montage der PV-Anlage 

PV-Installation zählt zu den Arbeiten, die in die Hände von Fachleuten gehören. Fortgeschrittene Heimwerker, die etwas von Zimmerei, Dachdeckerei und Elektrotechnik verstehen, können allenfalls die Montage der PV-Module selbst übernehmen. Aber in den meisten Fällen müssen Experten ran. Schließlich geht es um die beste Ertragsfähigkeit Ihrer neuen Anlage sowie um die Wahrung von Garantie und Versicherungsschutz. Die Fachleute schaffen eine geeignete Unterkonstruktion für die PV Module, die genau auf die mögliche Wind- und Schneelast ausgelegt ist. Sie achten auf korrekte Kabelquerschnitte, um Einspeiseverluste zu vermeiden. Das Gesamtpaket mit Planung, Montage, Dokumentation und Netzanschluss macht etwa 20 Prozent der Gesamtkosten aus.  

Was kostet eine Photovoltaikanlage mit Speicher? 

Die Strompreise haben einen dramatischen Höhenflug hingelegt. Und es sieht alles danach aus, als würden sie dieses Niveau halten. Damit ist die Einspeisevergütung für PV-Anlagen-Besitzer unattraktiv geworden. Es rentiert sich, möglichst viel Sonnenstrom selbst zu verbrauchen. Und darum ist der Stromspeicher ein wichtiger Verbündeter.   

Es gibt bei den Stromspeichern zwei Bauarten: Blei-Ionen- und Lithium-Ionen-Akkus. Die ersteren haben einen niedrigeren Wirkungsgrad und eine nur halb so lange Lebensdauer. Dafür sind sie in der Anschaffung günstiger. Blei-Ionen-Akkus kosten pro kWh 500 bis 1.000 Euro. Lithium-Ionen-Akkus liegen pro kWh zwischen 750 und 1.250 Euro. Die Durchschnittsgröße eines Solarspeichers  beträgt sieben bis acht kWh. Also kostet ein durchschnittlicher Speicher in Blei-Ionen-Technik zwischen 3.500 und 8.000 Euro. Dieselbe Speichergröße als Lithium-Ionen-Akku schlägt mit Kosten zwischen 5.250 und 10.000 Euro zu Buche.  

Was kostet Photovoltaik: die laufenden Kosten 

Am Ende der Kostenliste noch ein Blick auf die fertige Anlage. Sie braucht ein bisschen Zuwendung - Pflege, Wartung, Reparatur. Zum Beispiel verlieren die PV Module an Wirkungskraft, wenn sie zu stark verschmutzen. Etwa alle fünf Jahre sollte der Solarglas-Reiniger für frische Transparenz sorgen. Insgesamt liegen die laufenden Kosten Ihrer fertigen PV- Anlage bei etwa zwei Prozent der Anschaffungskosten.  

Wann lohnt sich eine PV-Anlage nicht? 

Photovoltaik ist für die allermeisten Hausbesitzer eine gute Investition in die Zukunft. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle. Das betrifft vor allem eine ungünstige Dachneigung und Dachausrichtung. Ideal wäre ein Dach zwischen 30 bis 40 Grad Neigung mit Südausrichtung. Eine Abweichung nach Ost oder West bis 30 Grad mindert den Energieertrag nicht dramatisch. Nordausrichtungen oder von Bäumen verschattete Dächer lohnen sich nicht für PV- Anlagen. Im übrigen kommt alles auf eine gute Planung und Wirtschaftlichkeitsberechnung an. Diese Vorarbeiten liefern die Basis für die Konzeption einer ertragsstarken, amortisationsfähigen Anlage. 

Diese Förderungen machen eine PV-Anlage noch günstiger 

Die Bundesregierung legt sich 2023 mächtig ins Zeug, um mehr PV aufs Dach zu bringen. Die Einspeisevergütung ist erhöht worden und gleichzeitig von der Einkommensteuer befreit. Für PV-Neuanschaffungen fällt die Mehrwertsteuer weg. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt zinsgünstige Kredite. Zuschüsse gibt es mittlerweile von vielen Kommunen und Bundesländern. Auch für Solarspeicher haben die Bundesregierung und die Bundesländer Förderprogramme aufgelegt.

Fazit: Photovoltaik ist eine lohnenswerte Investition in die Zukunft

Photovoltaik lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Weil es eine emissionsfreie Technik ist. Weil sie unabhängig macht. Weil sie erschwinglichen Strom liefert. Und auch, weil sie selbst immer erschwinglicher wird - zum einen durch sinkende Preise für Module und Zubehör, zum anderen durch starke Fördermöglichkeiten über Bund, Bundesländer und Kommunen. Wenn Sie noch überlegen, dann entscheiden Sie sich jetzt: Je früher Sie starten, desto schneller sparen Sie in Zukunft Geld und entlasten Ihr ökologisches Gewissen. 

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